GbR-Gesellschaftsvertrag: Muster und Vorlage zum Download
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist die einfachste Form, sich mit anderen zusammenzuschließen. Sie entsteht formfrei, ein schriftlicher Vertrag ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Trotzdem ist er dringend zu empfehlen, denn ohne klare Regeln zu Beiträgen, Stimmrechten und Gewinnverteilung drohen Streit und Nachteile. Hier finden Sie eine Vorlage zum Download und die wichtigsten Punkte, die in einen GbR-Vertrag gehören.
Kurz erklärt: Die GbR ist formfrei, ein schriftlicher Vertrag schützt aber vor Streit und regelt die wichtigen Eckpunkte.
- Form: formfrei, sogar mündlich möglich; Schriftform empfohlen
- Mindestens: zwei Gesellschafter mit gemeinsamem Zweck
- Notar: nicht erforderlich
- Neu seit 2024: Eintragung als eGbR ins Gesellschaftsregister möglich
Braucht eine GbR einen schriftlichen Vertrag?
Rechtlich braucht eine GbR keinen schriftlichen Vertrag, sie entsteht bereits, wenn sich mindestens zwei Personen zu einem gemeinsamen Zweck zusammenschließen. In der Praxis ist ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag aber fast immer sinnvoll. Ohne klare Vereinbarung gelten die gesetzlichen Auffangregeln des Bürgerlichen Gesetzbuchs, die oft nicht zu den Vorstellungen der Gesellschafter passen, etwa die Verteilung von Gewinn und Verlust nach Köpfen statt nach Einlagen. Ein schriftlicher Vertrag beugt Streit vor und dient als Nachweis gegenüber Banken oder Behörden.
GbR-Vertrag Muster ansehen und herunterladen
Wählen Sie, mit wie vielen Personen Sie gründen. Die Vorlage enthält die wichtigsten Regelungen und lässt sich frei anpassen.
Mit wie vielen Personen gründen Sie die GbR?
Die Vorlage ist ein unverbindliches Muster. Bei größeren Vorhaben oder Immobilien-GbRs empfiehlt sich eine juristische Prüfung.
Was gehört in einen GbR-Vertrag?
Ein guter GbR-Vertrag regelt die zentralen Punkte des Zusammenwirkens klar und vollständig. Dazu zählen der Name und der Zweck der Gesellschaft, die Beiträge der einzelnen Gesellschafter, die Regeln zur Geschäftsführung und Vertretung, das Stimmrecht und die Beschlussfassung, die Verteilung von Gewinn und Verlust sowie Regelungen zu Kündigung, Ausscheiden und Auflösung. Besonders wichtig ist die Frage, was beim Ausscheiden eines Gesellschafters passiert, denn ohne Regelung droht im schlimmsten Fall die Auflösung der ganzen Gesellschaft.
Was hat sich durch das MoPeG für die GbR geändert?
Seit dem 1. Januar 2024 gilt das reformierte Personengesellschaftsrecht. Neu ist vor allem die Möglichkeit, die GbR freiwillig in ein Gesellschaftsregister eintragen zu lassen, sie heißt dann eingetragene GbR oder eGbR. Für bestimmte Vorgänge, etwa den Erwerb von Grundstücken oder GmbH-Anteilen, ist die Eintragung inzwischen praktisch Voraussetzung. Die Eintragung ist keine Pflicht, verschafft der GbR aber mehr Rechtssicherheit im Rechtsverkehr. Am Grundsatz der Formfreiheit des Vertrags ändert das nichts.
Häufige Fragen zum GbR-Vertrag
Muss ein GbR-Vertrag schriftlich sein?
Nein. Die GbR ist formfrei und entsteht bereits durch mündliche Vereinbarung, sobald sich mindestens zwei Personen zu einem gemeinsamen Zweck zusammenschließen. Aus Beweisgründen und zur Vermeidung von Streit ist die Schriftform aber dringend zu empfehlen.
Muss eine GbR zum Notar?
Nein, für die Gründung einer GbR ist kein Notar nötig. Eine notarielle Beurkundung kann nur bei bestimmten Geschäften erforderlich werden, etwa wenn die GbR ein Grundstück erwirbt. Für den Gesellschaftsvertrag selbst gilt Formfreiheit.
Wie viele Personen braucht eine GbR?
Eine GbR braucht mindestens zwei Gesellschafter, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen. Eine Höchstzahl gibt es nicht. Scheidet ein Gesellschafter aus einer Zwei-Personen-GbR aus, endet die Gesellschaft, sofern der Vertrag nichts anderes vorsieht.
Wie werden Gewinn und Verlust in der GbR verteilt?
Ohne abweichende Regelung im Vertrag werden Gewinn und Verlust nach Köpfen verteilt, also zu gleichen Teilen. Ein schriftlicher Vertrag kann stattdessen eine Verteilung nach Einlagen oder Beteiligungsquoten festlegen. Deshalb ist eine klare Regelung so wichtig.
Was ist eine eGbR?
Eine eGbR ist eine in das Gesellschaftsregister eingetragene GbR. Die Eintragung ist seit 2024 möglich und für bestimmte Geschäfte, etwa den Grundstückserwerb, faktisch nötig. Sie ist freiwillig, verschafft der Gesellschaft aber mehr Rechtssicherheit.
Weitere Vorlagen & Beschlüsse
Geprüfte Quellen: Bürgerliches Gesetzbuch (GbR-Recht, §§ 705 ff. BGB), Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG, seit 2024), IHK-Merkblätter zur GbR. Stand 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung.
